Neues aus dem Archiv

Neues aus dem Archiv

September 2021

The Everly Brothers

Jahrhunderthalle Frankfurt im Oktober 1972 – Ein musikalisches Großereignis in der hessischen Metropole ließ die Herzen aller Musikliebhaber höher schlagen. Philip Jason „Phil“ Everly (* 19. Januar 1939 in Chicago, Illinois; † 3. Januar 2014 in Burbank, Kalifornien) und sein Bruder Isaac Donald „Don“ Everly (* 1. Februar 1937 in Brownie, Kentucky; † 21. August 2021 in Nashville, Tennessee) boten an diesem Abend einen Querschnitt ihres außerordentlichen musikalischen Schaffens dar, bestehend aus 12 Songs inklusive zweier Zugaben, darunter eine packende Version des Stones-Klassikers „Honky Tonk Woman“.

Nach dem Konzert dann vor meinem Mikrofon, die zwei Stimm- und Gesangskünstler aus Muhlenberg County, Kentucky. In diesem Mitschnitt geben die Everly Brothers Einiges preis, Einiges aber auch nicht.

Backstage zum Interview-Termin mit einem sehr entspannten und freundlichen Phil Everly, der hier de die Fragen meines langjährigen Freundes und Berufskollegen Manfred Vogel beantwortet. Von links nach rechts: Don Everly, meine Frau Rita, icke und Manfred.

Das Live-Konzert der Everly Brothers 1972 in voller Länge

1. Bowling Green – 2. Walk Right Back – 3. Lucille – 4. Wake Up Little Susie – 5. Cathy’s Clown – 6. Till I Kissed You – 7. So Sad – 8. Bird Dog – 9. All I Have To Do Is Dream – uvm.

Juli 2021

Hank Thompson  (1925 – 2007)

Ein unvergesslicher Abend 1968  im NCO Club der Airbase von Spangdahlem in der Eifel! (siehe „Radio Jahre“).  Auf Tour für die GIs „overseas“ war Hank Thompson, ein echter Texaner aus Waco mit vielen großen Hits im Gepäck. Nach der Show kam er an mein Mikrofon.

Hank Thompson – Promo und Titel „Truckin‘ Luck“

Roy Acuff (1903 – 1992)

Es war Sonntag, der 30. März 1980, als Roy Acuff im Rahmen der „Mervin-Conn-Tour“ auf der Bühne der Festhalle Frankfurt stand. Im Hotel gegenüber traf ich ihn und seine Frau und bat um ein Foto und ein paar Worte in mein Mikrofon. Dass ihm seine Fiddle (Geige) von US-GIs nach 1945 aus Deutschland mitgebracht worden war, erfuhren wir erst, als Vince Gill das Instrument dem Country-Museum übergab. Die ganze Story findet ihr unter Wheel Country Magazine bei Herbert Arnold. Look it up!

Roy Acuff – Promo und Titel „Sunshine Special“

Fats Domino

Rock and Roll ohne Fats Domino? Undenkbar. Ein ganz besonderes Erlebnis war sein Gastspiel in der Jahrhunderthalle von Frankfurt-Höchst Anfang der 70er Jahre. Nach dem Konzert durfte ich mit vielen, gar sehr vielen anderen Leuten in seine Garderobe, wo Fats im Unterhemd und in bester Laune anzutreffen war. Leider hatte ich nur wenige Minuten bewilligt bekommen und so blieb es bei einigen Promos – für meinen RTL-Freund Dave Christian, für mich und für Weihnachten. Ich bin froh, dass ich vier Fragen stellen konnte, bevor meine Zeit um war. Fats verriet mir, dass sein Vorbild Amos Milburn hieß. Den wollen wir natürlich hören und sehen!!!

Interview mit Fats Domino und Titel „The Fat Man“

Die La-La-La-Story

Beim Rundfunk hatte man das große Glück, die Schallplatten nicht selber kaufen zu müssen – wir bekamen sogenannte „Musterplatten“. Unser Job war, sie anzuhören und auszuwählen, was dem Hörerkreis gefallen könnte. Eine wunderschöne Aufgabe neben all dem anderen. Dabei fiel mir auf, daß das Kurzwort „La“ immer und immer wieder herhalten mußte, um so einen Schlager abzurunden. 1975 entschloss ich mich zu der folgenden Story in etwas über 4 Minuten Hörlänge.

Buddy Holly

Hier eine Original-Postkarte von Buddy Holly und seinen Crickets. Sie zeigt Jerry Allison, Joe Mauldin und natürlich Buddy Holly. Die Karte wurde vom UKW-Sender KTQM-FM in Clovis, New Mexico veröffentlicht. Inhaber des Senders war Norman Petty, der eng mit Buddy zusammen gearbeitet hat.

Eine Postkarte vom „Surf Ballroom“ in Clear Lake, Iowa, jener Halle, in der Buddy Holly sein letztes Konzert gab. Es war der 2. Februar 1959. Das gecharterte Klein-Flugzeug, eine Beechcraft Bonanza, stürzte in den frühen Morgenstunden im Schneegestöber ab, alle 4 Insassen, Stars Ritchie Valens, 17, The Big Bopper-J.P. Richardson, 28, Buddy Holly, 22 und der junge Pilot starben bei dem Absturz auf einem Acker.

Eine originale „Business Card“ aus der Zeit, als Buddy Holly noch unter seinem echten Zunamen firmierte – Holly mit e….! Aus der Hand von Mrs. Ella Holley erhielt ich diese frühe Geschäftskarte des Country Music Trios „Buddy and Bob“, mit Larry Welborn am Bass. Beim örtlichen Radio-Sender KDAV hatten sie regelmäßige Auftritte – live on the air.

Chris Andrews

Prominenter Gast in meiner Sendung:
Der „Yesterday Man“ Chris Andrews aus GB. Mit dabei seine bildhübsche Ehefrau, seine „Pretty Belinda!“

Juni 2021

Fritz Walter und Uwe Seeler

Auch der Sport, in diesem Fall König Fußball, darf nicht zu kurz kommen. So kam es für mich zu einer wunderbaren Gelegenheit, gleich zwei Legenden deutscher Fußballgeschichte zu einem kurzen Interview ans Mikrofon zu bekommen – Fritz Walter, Kapitän der Weltmeister-Elf von 1954 sowie „Uns Uwe“ Uwe Seeler, erster Torschützenkönig und Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft von 1966 als Vizeweltmeister!

Links zu sehen eine Flasche des damals zu diesem historischen Sport-Ereignis speziell abgefüllten Sektes „Fritz Walters 54er GOLD“. Flasche leer, leider…im Bild rechts köpft Uwe Seeler im Hechtsprung auf das gegnerische Tor. Ein Athlet!

(Foto v. Uwe Seeler – dpa)

Als erster Sportler wurde Uwe Seeler (geb. 1936) zum 30. Ehrenbürger seiner Heimatstadt Hamburg ernannt.

Fußballer haben Musik in den Beinen…aber auch gern im Ohr

Natürlich fragte ich Fritz und Uwe jeweils nach ihrer Lieblingsmusik und erfüllte gerne ihre Wünsche. Für Fritz hören wir den „Blue Tango“ und für Uwe „Detroit City“ von Dean Martin.

Fritz Walter und Uwe Seeler im Interview

Nicht ohne mir noch ein Souvenir zu überreichen hat mich Fritz Walter dann „vom Platz geschickt“…diese kleinen Miniatur-Fußballschuhe mit persönlicher Widmung!

Autogrammkarte und Buch – ebenfalls mit der Handschrift von Fritz Walter (1920 – 2002)

Zu Besuch bei Bob Lewis – AFN

1959 in Berlin-Dahlem – ein Abend im AFN-Archiv! Freundin Marianne und ich (gerade 18 Jahre alt) zu Besuch bei meinem „favorite DeeJay“ Bob Lewis. Rechts im Bild die 40 cm-LPs, die nur für AFN gepresst wurden. Warum 40 cm Durchmesser? Sie sollten nicht auf private Plattenspieler passen.

1965, mit 24 Jahren. Radio Luxemburg? Klar, das hörte ich abends auf der Mittelwelle. Tolles, englisches Programm auf 208, gesprochen two-o-eight. Zwei Jahre später, 1967, saß auch ich in diesem Funkhaus im Nachbarland Luxemburg!

Country Music Hall of Fame

Jetzt sind wir in der alten Country Music Hall of Fame in einem kleinen Saal mit Bühne. Darauf stehen die Instrumente der Country Music, aber keine Musiker. Dafür hört man einen Ansager, der uns erklärt, wie so eine Schallplatten-Aufnahme abläuft. Besonders originell: jedes Instrument, das wir hören werden, wird angestrahlt bzw. beleuchtet, die anderen bleiben im Halbdunkel. Für einen US-Dollar gab’s das Spektakel auf einer Single-Platte mit 33 Upm für zu Hause. Und schon war sie meine!

Natürlich gibt es dieses mittlerweile 50 Jahre alte Souvenir hier zum anhören…

A song is born

Sommer 1969 – Ich bin am Ziel meiner Wünsche, in Nashville, Tennesee. Die Luft schwül und schweißtreibend und vor mir liegt der Besuch der Country Music Hall of Fame sowie die Grand Ole Opry.

1967 eröffnet: das schmucke Gebäude der Country Music Hall of Fame in der 16th Avenue South. Mit den Jahren kamen immer mehr „Kleinodien“ der Stars in das Museum – es wurde zu klein. Im Mai 2001 wurde die neue, große Hall of Fame in direkter Nachbarschaft des alten Opry Hauses eröffnet. (Aufnahme vom Sommer 1969)

Die Country Music Hall of Fame and Museum bietet diverse Glasvitrinen mit persönlichen Gegenständen der Stars. Bin froh, daß dieses Foto gelungen ist: es zeigt Bühnenschuhe, Manschetten-Knöpfe und Persönliches von Jim Reeves, der mit 39 Jahren mit dem Flugzeug abstürzte, geschehen im Sommer 1964.

Mai 2021

Gut angelegtes Gehalt:
Meine erste Reise nach Nashville, Tennessee! Hier vor der legendären Grand Ole Opry.

Sommer 1972 – windig war’s und kühl. Und das mitten im Sommer. Die Golden Gate Bridge lag, wie so oft, total im Nebel. Nur die Fundamente ragten aus dem Wasser. Deshalb hier die noch erheblich längere Oakland Bridge, etwas weiter landeinwärts in der San Francisco Bay.

Ein Schnappschuss aus glücklichen Tagen – Dave und Annie Christian

Zwei große Namen unvergessen:
Carl Lee Perkins († 1998) und Bob Stewart, RTL († 2019) vor dem Haupteingang der Villa Louvigny, Luxembourg

In diesem Raum (Technik von Studio 4) wurde jahrelang die beste Musik aufgelegt. Von links: Techniker Norbert, icke und Techniker Paul.